"April, April" - so hört man es meist mit fröhlichem Lachen am 1. April in den April geschickt.
Das Wetter schlägt Kapriolen, so mal fast sommerliche Temperaturen, dann plötzlich wieder Hagelschauer oder gar Schneefall: April, April kann machen, was er will.
Und Frühling wird es werden, Knospen springen auf, erstes Grün wagt sich heraus.
In manchen Schrebergärten wird es bunt: Plastikeier in allen Regenbogenfarben hängen an den Sträuchern und Bäumen. Vorboten des Osterfestes.
Meine Töchter wollen auch Ostereier ausblasen und aufhängen. Den Osterstrauch ins Wohnzimmer stellen. Aber mir ist das zu früh. Noch ist doch Passionszeit.
Sicherlich ist manchem die Passionszeit fremd geworden, daher auch die Betonung des Osterfestes. Nur mir ist wichtig: ohne Passionszeit, ohne Bedenken der Leidenszeit kann eigentlich die Osterzeit das ihre gar nicht richtig entfalten.
Denn Ostern ist ja mehr als Osterfeuer, Eiersuchen, Frühlingsfest, Hoffen auf ein paar Sonnenstrahlen mehr. Jesus hat Gottes Liebe zu uns Menschen in den Mittelpunkt seines Lebens und Handelns gestellt. Dafür hat er leiden und sterben müssen. Wie sollen wir die Freude darüber, dass der Tod nicht alles ist, dass Hoffnung über den Tod hinaus besteht, wie sollen wir Osterfreude finden, wenn wir das Leid ausschließen, den Sterbenden den Rücken kehren.
"Stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist."

Gottes Wille: Liebe zu leben in allen ihren Licht- und Schattenseiten über den Tod hinaus.

Ihr Pastor Pehle-Oesterreich


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