Können Sie Stille aushalten? Sich einfach einlassen auf einen Moment, wo scheinbar nichts geschieht - Stille um Sie und in Ihnen? Oder werden Sie dann gleich geschäftig, suchen nach einer Aufgabe, fangen an zu reden, zu singen...?
Können Sie Stille aushalten?
Viele Menschen vermissen gar die Stille. Sie suchen für einen Moment der Stille eine Kirche auf, einen Raum der Stille; sie zünden eine Kerze an, setzen sich auf eine Bank und kommen zur Ruhe.
In unseren Gottesdiensten ist wenig Zeit für Stille. Das fiel den Mitgliedern des Gottesdienst-Ausschusses auf, die sich kürzlich mit diesem Thema befassten. Der Ablauf unserer Gottesdienste ist uns vertraut: Lieder, Gebete, Lesungen und die Predigt wechseln sich nach einem wiederkehrenden Schema ab - und dieser feste Rahmen gibt Sicherheit - in ihn lassen sich Menschen gern fallen, am Sonntag morgen, für diese eine Stunde. Aber manche vermissen eben im Gottesdienst die stillen Zeiten. Zeit, wo nicht gesprochen oder gesungen wird, Zeit, wo scheinbar nichts geschieht...

So werden wir in der nächsten Zeit im Gottesdienst die Stille neu einüben: Ein längeres Orgelspiel nach der Predigt lässt uns einem Predigtgedanken noch weiter nachsinnen. Stille im Fürbittengebet gibt Raum für persönliche Anliegen, die wir still vor Gott bringen. Und wem die Stille schwer fällt - der möge sich umschauen in unseren Kirchenräumen - es gibt viel zu sehen und neu zu entdecken!

Wir sind gespannt auf Ihre Meinung. Erzählen Sie uns von Ihren Erfahrungen mit der Stille in unseren Kirchen!

Es grüßt Sie

Antje Marklein

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