Zum Jahreswechsel

In unseren Gemeinden blicken wir zurück auf ein bewegtes Jahr 2005: Mit großen Schritten gehen wir auf EINE Gemeinde zu. Wir haben weitreichende bauliche Beschlüsse gefasst, die für viele schmerzhaft sind. Wir haben schöne Feste gefeiert und als besonderen Höhepunkt den Kirchentag in unseren Gemeinden zu Gast gehabt. Auch inhaltlich haben wir viel bewegt: Die Zusammenlegung der Konfirmandenarbeit beider Gemeinden an einen Standort, Überlegungen zur Standortsicherung der KITA, Anregungen zum gottesdienstlichen Leben, die Suche nach einem neuen Namen... Manche Konflikte wurden angegangen. Sicher konnte noch nicht alles zufriedenstellend gelöst werden. Aber es zeichnet sich ein Bemühen in beiden Gemeinden ab, dass Gruppen und Kreise und viele Einzelpersonen aktiv an der Weiterentwicklung der neuen Gemeinde mitgestalten wollen.
Vieles bleibt offen am Ende dieses Jahres: manches unfertig, manches hoffnungsvoll, manches aber auch entmutigend und traurig.

Der Übergang zum neuen Jahr ist immer auch ein kleiner Neuanfang: Wie die leeren Seiten eines neuen Schreibheftes liegt das Jahr vor uns, und wir haben gute Vorsätze und viele Ideen: Im März feiern wir ‚100 Jahre Matthäuskirche’ und wählen einen neuen Kirchenvorstand. Anschließend beginnt der Umbau der Kirche und damit eine Zeit der Zwischenlösungen und Kompromisse. Der neue Kirchenvorstand wird seine Arbeit im Juni aufnehmen. Wir werden hoffentlich viele ermutigende Gottesdienste in beiden Gemeindeteilen feiern, Kinder taufen und Menschen auf ihrem letzten Weg tröstend begleiten. Alles aber, was wir tun, tun wir als christliche Gemeinde im Vertrauen auf Gottes Begleitung.

Die Jahreslosung soll uns ein freundliches Geleit sein durch das Jahr. In diesem Jahr stammt sie aus dem JosuaBuch: Nach 40 Jahren Wüstenwanderung, nach Entbehrungen und Unsicherheiten steht das Volk Israel an der Schwelle zum "gelobten Land". Hier spricht Gott nun zu Josua, der das Volk anführt (Josua 1,5): "Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht."

Nehmen wir in diesem Sinne die Herausforderungen des Jahres 2006 gemeinsam an!

Antje Marklein

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