Haben Sie Ihr erstes Türchen schon geöffnet? Ich meine das erste Türchen am Adventskalender. 24 Tage durch den Dezember begleiten uns Bilder oder die kleinen oder größeren Überraschungen aus Schokolade oder Selbstgebasteltem. Das macht diesen Monat bis hin zum Heiligen Abend so besonders. In den letzten Jahren gibt es auch eine Vielzahl von Adventskalendern mit nachdenklichen Texten vom 1. bis 24.12. oder vom 1. Advent bis Epiphanias (06.01.). Auf unserem Adventsbasar sind diese Adventskalender „Der andere Advent“ auch immer angeboten worden.

Wir brechen auf, gehen auf eine Reise in den Advent, Weihnachten entgegen. Nichts haben wir im Gepäck als die Sehnsucht nach Stille, nach Sinn und nach einer Erfüllung, die zwischen Konsum, Trubel und Lärm eine Oase der Stille bietet.
Hier rückt nun der christliche Sinn der adventlichen Botschaft, dass Gott in Jesus Christus zu uns kommt, in den Mittelpunkt. Die Adventszeit mag uns vorbereiten, uns auf den Weg zur Krippe zu machen.

Meinem Patenkind habe ich in diesem Jahr einen Adventskalender geschickt, der neben der erzählten Geschichte anleitet, jeden Tag eine Person oder einen Gegenstand zur Krippe zu basteln. Wenn sie das Tag für Tag durchgeht, steht am 24. Dezember eine wunderschöne selbst gebastelte Krippe im Raum. Jeder Tag der Adventszeit hat dazu hingeführt.
Vom Stern, der den Weisen im Morgenland den Weg weist, über den Esel, der Maria zu Elisabeth bringt, Josef und Maria, die Tiere im Geschehen von Bethlehem, die Hirten mit ihren Schafen und die Könige, die zur Krippe kamen, bis hin zum Kind in der Krippe ist der Weg dorthin beschritten. Ein Weg, der mir hilft, den Sinn des Weihnachtsfestes nicht aus dem Auge zu verlieren.
In unserer Kirchengemeinde gibt es erstmals den Lebendigen Adventskalender. Jeden Abend treffen wir uns am Fenster eines anderen Gemeindegliedes und bedenken, was Advent bedeutet. Damit gehen wir auch einen Weg auf die Krippe zu. In einem modernen Weihnachtslied heißt es:

„Stern über Bethlehem,
zeig uns den Weg,
führ uns zur Krippe,
zeig, wo sie steht,
leuchte du uns voran,
bis wir dort sind,
Stern über Bethlehem,
führ uns zum Kind!“

aus dem Evangelischen Gesangbuch 545, 1

Ich wünsche Ihnen, dass Sie auch Wege zur Krippe finden, um das, was uns hier im Herzen trifft, neu zu entdecken. In diesem Sinn wünsche ich Ihnen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit und ein gutes friedvolles Jahr 2007.

Ihre Pastorin
Elke Marx


Seitenanfang