Mit der Feier des 1. Advents haben wir ein neues Kirchenjahr begonnen.
In wenigen Wochen stehen wir an der Schwelle zu einem neuen Kalenderjahr. Das Jahr liegt vor uns wie ein unbekanntes Land.
Was wird uns widerfahren auf unserer Reise durch die Tage? Welche Herausforderungen werden uns begegnen? Auf diesem Weg in ein neues Jahr begleitet uns ein Bibelwort, die Jahreslosung:

„Euer Herz erschrecke nicht. Glaubt an Gott und glaubt an mich!“
(Johannes. 14, 1)

Angst vor ungewisser Zukunft und Schrecken an hoffnungslosen Tagen sind schlechte Ratgeber, deshalb soll uns durch die Begleitung Gottes dieser Schrecken genommen sein.

Wieder ist es - wie schon in den Jahreslosungen der letzten beiden Jahre - ein ermutigendes Wort aus dem Mund Jesu Christi. Aber es ist eine bewegende Situation, in der wir das Wort im Kontext der Bibel wieder finden. Es stammt aus den sog. "Abschiedsreden" im Johannesevangelium. Jesus ist mit seinen Jüngern zusammen, und er bereitet sie darauf vor, dass er bald weggehen muss und sie ohne seine sichtbare Präsenz auskommen müssen. Jesusselbst offenbart dabei seine ganze Menschlichkeit, doch die Jünger erkennen die ganze Dimension noch nicht. Jesus weiß, dass sie erschüttert sein werden. So ermutigt er sie mit diesem Wort, und sie erinnerten sich später an seine Worte und Taten, fassten Mut und das Evangelium breitete sich aus über die ganze Welt - bis heute.
Auch für uns gibt es immer wieder Angst und Schrecken. Dann können wir uns - wie die Jünger damals - an die Hoffnung des Wortes der Bibel erinnern. Zukunftsprognosenwerden zu einem neuen Jahr gegeben, politisch, wirtschaftlich. Vielleicht stellt sie der eine oder die andere auch persönlich. Ziele formulieren viele an der Schwelle eines neuen Jahres. Da hilft der Zuspruch dieser Jahreslosung gut, den Weg mutig zu gehen.
Wenn unser Herz furchtsam ist, ist der Glaube gefragt, absolutes Vertrauen auf Gott. Wer das tut, hat die richtigen Weichen gestellt, und dessen Herz kann hoffnungsvoll in die Zukunft blicken.

Vielleicht kann die Losung uns auch im kommenden Jahr begleiten und uns durch möglicherweise schwere Zeiten tragen. Unser Glaube ist untrennbar verbunden mit Jesus Christus und seinem Weg in der Welt. Denn Gott hat in Jesus Christus ein Gesicht bekommen und Schweres getragen. Er begleitet auch uns: beharrlich, bergend, schützend und behütend.

Dazu möchte uns die Jahreslosung 2010 ermutigen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Euch ein gesegnetes Christfest und ein behütetes Jahr 2010.

Ihre und Eure Pastorin Elke Marx

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