Das Barometer ist ein nützliches Instrument, um den Luftdruck zu messen. Jede Veränderung des Luftdrucks hat Auswirkungen auf das Wetter. Hochdruckeinfluss verspricht Sonnenschein, ein Tiefdruckgebiet kündigt Niederschläge an.

Auf diesem Bild begegnet uns das Barometer als Messinstrument für die Kirche und den Glauben. Für die Kirche sieht es düster aus. Anders der Glaube: er steht auf „schön“.

Zwar stimmt es, dass die Zahl der Christen und Christinnen in unserem Land rückläufig ist. Viele wenden sich enttäuscht von der Kirche ab. Aber der Glaube hat dennoch Hochkonjunktur. Das Angebot von Esoterik-Messen, Engel-Seminaren, Horoskop­deu­tungen findet ungebremst Zulauf. Die Leute glauben, was das Zeug hält, und dabei so manchen Unfug.

Der Kirche laufen die Leute davon. Die permanente Schlechtwetterperiode drückt der Kirche auf’s Gemüt. Zu Pfingsten wird der Kirche das Dilemma besonders bewusst. Denn zu Pfingsten erinnern wir uns an die Gründung der Kirche. Nach der Darstellung der Apostelgeschichte wurden zu Pfingsten tausende Menschen beGEISTert und ließen sich taufen.
Von dieser BeGEISTerung ist die Kirche heute weit entfernt.

Aber das ist für mich kein Anlass zur Panikmache! Ich bin begeistert, wenn ich erlebe, wie viele Familien unsere Familien- und Krabbelgottesdienste besuchen. Ich bin begeistert, wenn in unserer Kirchengemeinde demnächst 43 Jugendliche bei ihrer Konfirmation JA sagen zum christlichen Glauben. Ich bin begeistert, wenn ich die gegenseitige liebevolle Fürsorge unserer Senioren/innen erlebe.

Kein Anlass zur Panikmache oder zum puren Aktionismus. Bleiben wir unserem Gott und seinem Auftrag treu. Dann gilt uns das Versprechen Jesu, das allein die Zukunft der Kirche garantiert: „Ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Welt.“

Ihre Pastorin Antje Marklein

Seitenanfang