„Starterset“ für den Glauben

Wann haben Sie eigentlich angefangen, an Gott zu glauben? In der Kindheit auf dem Schoß der Großmutter, beim Zubettgehen im Gespräch mit dem Vater, in der Schule oder im Kindergottesdienst, in einer Lebenskrise oder vielleicht auch an einem besonderen Weihnachtsfest?

In einer Schnitzstube in der Schweiz gibt es dieses „Starterset Christnacht“. Jede Figur ist einzeln zu verkaufen, aber am günstigsten ist es, das gesamte Set zu erwerben incl. Strohverpackung.

Das Christentum hat lange nach Ostern, nach den Ereignissen um den Tod und die Auferstehung Jesu, diesem besonderen Leben Jesu eine besondere Geburtsgeschichte vorangestellt. Einen Anfang für den Glauben, anschaulich, greifbar, ja anrührend auch. Die Geburt des Kindes im Stall, die einfachen Eltern an seiner Seite, und dann kamen nach und nach immer mehr Gestalten dazu: die Hirten, die Engel, die Weisen aus dem Morgenland.

In unserem „Starterset“ ist nur die Familie zu sehen. Vater Mutter Kind, in Stroh gebettet, das Kind in einer Krippe liegend. Immer wieder zu Weihnachten holen wir sie heraus aus ihrer staubsicheren Verpackung. Was bewegt uns an diesen Figuren, was rührt uns an in dieser Geschichte? Ja, worauf bereiten wir uns vor im Advent? Es gibt viele Antworten auf diese Fragen. Ich denke, wir werden mit diesem „Starterset“ aus unserem Alltag herausgeholt, unser Blick wird auf eine einfache Geburt im Stall gerichtet, auf den kleinen Anfang einer großen Glaubensgeschichte. Diese Geschichte rührt uns deshalb so an, weil sie eigentlich in uns geschieht. In uns wächst der Glaube im Laufe unseres Lebens, in uns wird Jesus geboren, in uns wächst das Vertrauen, dass Gott mit seiner unendlichen Liebe auf diese Welt gekommen ist.

Vielleicht beginnen wir schon im Advent, die Weihnachtsgeschichte in uns wachzurufen, uns an unsere Glaubensanfänge zu erinnern und daran, was uns trägt in diesem Glauben. Vielleicht stellen wir schon im Advent die erste Figur auf und lassen die Weihnachtsgeschichte langsam wachsen, innerlich und äußerlich.

In diesem Sinne wünsche ich uns eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit.

Ihre Pastorin Antje Marklein

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