„I'm driving home for Christmas“

Alle Jahre wieder: Weihnachten will jede(r) nach Hause. Der weltweit tätige Manager kommt über den halben Erdball zurückgeflogen. Die Tochter unterbricht ihr freiwilliges soziales Jahr im fernen Ausland. Der Sohn kehrt von seinem Arbeitsort im Osten der Republik zurück. Das Krankenhaus entlässt alle Patienten nach Hause, soweit es eben medizinisch vertretbar ist. Junge Paare verbringen den Heiligen Abend getrennt in ihrer jeweiligen Herkunftsfamilie. Ich erinnere mich noch gut an meinen Stalldrang während des Studiums, als ich nach wenigen Wochen in Göttingen zu Weihnachten nach Hause fuhr.

„Weihnachten ist unser Haus mit Leben gefüllt, wir freuen uns“, erzählt mir jemand dieser Tage. Und bei Ihnen? Erwarten Sie Ihre Kinder und Enkelkinder? Welche Treffen haben Sie geplant? Oder sind Sie von weither hierhergekommen, nach Hause? Zurück zu den Wurzeln?

„I‘m driving home for Christmas“, singt Chris Rea mit plätschernd-heiterem Sound, voller Erwartung auf das Wiedersehen. Weihnachten will jeder nach Hause. Einmal nicht getrieben sein, einmal nicht rastlos sein, nicht länger unterwegs sein müssen. Vielmehr runter-kommen, abschalten, ankommen dürfen.

Zuhause sein, ein Zuhause haben, ankommen - das wird uns von Gott mit Jesu Geburt geschenkt. Noch sind wir unterwegs – wie alle Menschen. Ob freiwillig oder nicht. Wir mögen unseren Weg froh und voller Zuversicht gehen. Oder wir sind niedergeschlagen und ohne Perspektive. Vielleicht auch ins Stocken geraten, wissen nicht so recht wie weiter.

Wie alle Menschen dieser Welt sind wir unterwegs – auf der Suche nach Zuhause und Heimat. Das verbindet uns alle. Das könnte uns öffnen für andere Menschen und Kulturen, statt nationale Egoismen zu pflegen. Das könnte uns bewegen, mit den Bedürftigen zu teilen, statt uns abzugrenzen. Das könnte uns öffnen für einen Gott, der allen Menschen guten Willens seine Liebe schenkt – und wir kommen an.

Ein gesegnetes und frohes Weihnachtsfest!
Ihr U.Pehle-Oesterreich

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