Weihnachten – alle Jahre wieder – ein vertrautes Fest.

Verbunden ist es mit Er­inne­rungen an vergangene Weih­nachts­fes­te. An Got­tes­dienste mit Krip­pen­spiel, die Lesung der Weih­nachts­ge­schichte, Bescherung am Baum, Kerzenschein, Momente der Ruhe, strahlende Kindergesichter, fröhliche Atmosphäre in der Familie.

Doch daneben erleben manche auch enttäuschte Hoffnungen. Andere spüren, wie sehr uns daran liegt, die Wärme dieses Festes zu erleben und sie zu teilen mit all denen, die uns am Herzen liegen. Für nur wenige Tage möchten wir unbeschwert feiern und die Be­droh­ungen der Welt außen vorlassen.
Doch je mehr wir die Welt draußen lassen, desto stärker wird das Fest ein Traum, der mit unserem Alltag immer weniger gemeinsam hat.

Aber Gott ist nicht in unsere Träu­me gekommen, sondern in unser Leben. Seine Liebe will uns ganz ergreifen und nicht nur in unseren Träumen ausgelebt werden, in den Träumen von dem, was sein könnte oder sein sollte…

Gott ist in unsere Welt gekommen. Wir können uns auf ihn verlassen. Nicht nur in Festtagslaune – in der Höhe – sondern auch und besonders im Leid, dort wo unser Leben spielt.
Und so ist Weihnachten in diesem Jahr einmal ganz anders als bisher. Vieles von dem, was bisher selbstverständlich war, wird es in diesem Jahr nicht geben – auch nicht in unserer Kirche. Doch dafür gibt es anderes. Anderes zu erleben und so vielleicht auch Weihnachten neu zu erfahren. Weg vom Traum hin zum Leben.

Weil coronabedingt nur sehr begrenzter Platz in der Kirche ist, heißt es in diesem Jahr: „24 Stunden Weihnachten“!
Von 11 Uhr am 24.12. bis 11 Uhr am 25.12. gibt es zu jeder Stunde eine weihnachtliche Andacht.
(Bitte melden Sie sich rechtzeitig an, sonst heißt es wie im Krippenspiel: kein Platz!)

Ich wünsche uns ein lebendiges und gesegnetes Weihnachtsfest!

Ihr Pastor Ulrich Pehle-Oesterreich

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